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Heimatverein Frohsinn Aschfeld


Nr. 21 Konstantin - Gedenkstein



Nr. 21  Konstantin - Gedenkstein


Bildstock Nr. 21 Konstantin - Gedenkstein



Name  Konstantin - Gedenkstein



Standort: Am Treppenaufgang zur Kirche, rechts in der Grünanlage unterhalb des Pfarrgartens.


Aufbau und Beschaffenheit:  Material: Kalksandstein.


Darstellung: Eingemeißeltes Kreuz vor runder Scheibe.


Inschrift:                    Inhocsigno  vinces  313  1913



Christuszeichen P



Anmerkung:


Laut der Sage hat sich Kaiser Konstantin das Christenzeichen als erster auf sein Banner geschrieben, als Symbol für die Gottgefälligkeit seines Kampfes für das Christentum.


Jahr der Stiftung Der Gedenkstein wurde 1913 aufgestellt.


Bemerkung 1913 wurden vielerorts Gedenkfeiern anlässlich des 1600-jährigen Endes der Christenverfolgung abgehalten. Das Ende der Christenverfolgung war das Verdienst des römischen Kaisers Konstantin des Großen (285-337). 313 gelang es ihm endgültig, das Christentum als gleichberechtigte Staatsreligion durchzusetzen. Die Aschfelder Gedenkfeier fand laut Gemeinderechnung am 22. Juni 1913 statt. Die Einweihung des Gedenksteins muss in einem feierlichen Rahmen stattgefunden haben.



„ 7 M für Musik anlässlich der Konstantinfeier; Musiker Michael Vetter, Johann Klein, Bernhard Klein, Karl Kaufmann, Ludwig Gabel. Die Schüler haben einen Weck erhalten.“



Gemeinderechnung 1913

Bildstöcke in Aschfeld:  Nr. 21 -  30

Nr. 22  Friedensbildstock




Nr. 22  Friedensbildstock


Nr. 22  Friedensbildstock




Bildstock Nr. 22 Friedensbildstock



Name:       Friedensbildstock / Königin des Friedens



Standort:   Im Flurteil Arbig, Richtung Ofenroth,  an der Alten Straße



Aufbau und Beschaffenheit:  Moderne Vierkantsäule mit Inschrift, darüber Vierkant-Reliefaufsatz mit Mariendarstellung.


Material: Muschelkalk



Darstellung:  Schmerzhafte Maria.


Inschrift:    „ Königin des Friedens, bitte für uns. “


Jahr der Stiftung:   Einweihung am 18.08.1985



Stifter :    Heimatverein „Frohsinn“;  Bildhauer Kurt und Peter Wittstatt



Anmerkung: An der Stelle errichtet, an der während des 2. Weltkrieges Leucht- und Brandbomben auf die Gemarkung Aschfeld abgeworfen wurden.



Das Stiftungsjahr 1985 wurde in aller Welt als das Gedenkjahr zum 40. Jahrtag des Kriegsendes begangen. Friedensmärsche und Friedensketten sollten an den Holocaust erinnern. Der Heimatverein Frohsinn gedachte in Form einer Bildstocksetzung dem Kriegsende. Der gewählte Standort ist ebenfalls geschichtsträchtig, denn dort gingen im zweiten Weltkrieg Aufklärungsraketen nieder.

Nr. 23  Heilig – Kreuz - Bildstock




Nr. 22  Friedensbildstock


Nr. 22  Friedensbildstock




Bildstock Nr. 23 Heilig – Kreuz - Bildstock



Name:  Heilig – Kreuz – Bildstock / Kreuz am alten Berg



Standort: In Verlängerung des Weinbergwegs, am Alten Berg kurz vor dem Kühlen Grund.


Aufbau und Beschaffenheit: Natursteinsockel mit Inschrift trägt einfaches Holzkreuz mit einem eisernen Christus


Darstellung: Figur des Gekreuzigten


Inschrift: SEI  HEILGES -


 KREUZ  GEGRÜßET


AN DEM MEIN


GOTT GEBÜßET


1988


Jahr der Stiftung: 1987



Stifter Ernst Schmitt stiftete den eisernen Christus


Anmerkung Einweihung Mai 1989

Nr. 24  Maria hat geholfen




Nr. 22  Friedensbildstock


Nr. 22  Friedensbildstock




Bildstock Nr. 24 Maria hat geholfen



Name:  Maria hat geholfen



Standort: Am Alten Berg unweit vom Ende des Weinbergwegs.


Aufbau und Beschaffenheit:



Sockel mit Inschriftplatte. Darüber gemauerter Baldachin mit Holzdach.



Darstellung:  Marienabbildung



Inschrift:     „ Maria hat geholfen. “



Jahr der Stiftung:    1996 Stifter Karl-Heinz Schmitt



Anmerkung: Er machte damit sein Gebetsversprechen von 1993 war. Damals hatte er Maria im Gebet gebeten, dass seine Lebenspartnerin Johanna Pfister nach einer schweren Operation aus einer lebensbedrohlichen Situation wieder gesund wird.

Nr. 25 Heßlarer Kreuz / Heilig-Blut-Bildstock




Nr. 22  Friedensbildstock


Nr. 22  Friedensbildstock




Bildstock Nr. 25 Heßlarer Kreuz / Heilig-Blut-Bildstock



Name: Tabernakelbildstock Heßlarer Kreuz / Heilig-Blut-Bildstock



Standort: Auf der Eßbachhöhe, an der Verbindungsstraße Bühler – Heßlar. Flurteil „Am Heßlarer Kreuz“.



Vor der Flurbereinigung gehörte der Standort zur Gemarkung Bühler, heute ist er Teil der Aschfelder Gemarkung.


Aufbau und Beschaffenheit: Form: Baldachin-Prozessionsaltar



Material: Grüner Sandstein                 Fluraltar, Inschriftsockel mit kreuzbekröntem Kreuztonnendach-Aufsatz über zwei Pfeilern und Reliefretabel Sandstein



Darstellung :   „ Blutwunder von Walldürn “.


Inschrift        „ HEILIGES BLUT KOMM UNS ZU GUT “



Da die ursprüngliche Inschrift nicht mehr lesbar war, wurde 1979 im Zuge einer Restaurierung diese Inschrift eingebracht.


Jahr der Stiftung 19./20. Jh.  


Anmerkung: Hier führte einst der Weg der Walldürnwallfahrt von Pilgern aus Eichsfeld in Thüringen nach Walldürn vorbei. Viele Jahre waren die frommen Wallfahrer Opfer  tragischer Schicksalsschläge. Regelmäßig starben nämlich einige Menschen auf ihrem Wege nach Walldürn. In nächster Umgebung dieses Bildstockes wurden die Reste eines Kreuzsockels gefunden. Es liegt die Vermutung nahe, dass sich noch vor dem Bildstock ein Kreuz an gleicher Stelle befunden hat. Somit ist auch die Herkunft der Flurbezeichung „Heßlarer Kreuz“ geklärt.


Der Volksmund erzählt: Viele jahrhundertelang führten fromme Christen aus Eichsfeld in Thüringen Jahr um Jahr eine Wallfahrt nach Walldürn im Odenwald durch. Ihr Weg führte sie auch nach Bühler. Von da aus wallten sie nach Heßlar weiter. Diese kurze Strecke sollte zum gefährlichsten Teilstück der Wallfahrt werden. Genau am höchsten Punkt des Geländes – am heutigen Standort des Bildstocks – fiel drei Jahre hintereinander ein Wallfahrer zu Boden, um sich nie mehr zu erheben. In ihrer Verzweiflung entschlossen sich die Wallfahrer, einen Bildstock an  besagter Stelle zu  errichten, in der Hoffnung , dass dann die Todesserie ein Ende nehme. Voller Bangen zogen sie im darauffolgenden Jahr am Bildstock vorbei. Die Wallfahrten in diesem Jahr und in den folgenden verliefen ohne Zwischenfälle.

Nr. 26 Heilige-Familie-Bildstock



Nr. 22  Friedensbildstock


Nr. 22  Friedensbildstock




Bildstock Nr. 26  Heilige-Familie-Bildstock



Name: Tabernakelbildstock Heilige-Familie-Bildstock



Standort: War ehemals in der Mauer am Anwesen Walter Lang.


Aufbau und Beschaffenheit: Steinplatte aus rotem Buntsandstein



Darstellung: Zeigt die Heilige Familie


Inschrift:       „ gelobt und gebenedeyt ist Jesus Maria u Joseph “



Jahr der Stiftung : unbekannt


Anmerkung :Der Bildstock befindet sich heute in Privatbesitz in Unterdürrbach.




Nr. 27  Friedhofskreuz




Bildstock Nr. 27  Friedhofskreuz



Name: Friedhofskreuz



Standort:  An der Nordseite vom alten Friedhof.


Aufbau und Beschaffenheit:  Kreuz mit Gekreuzigtem auf Sockel aus rotem Buntsandstein.



Darstellung:    Jesus am Kreuz..



Inschrift:



O vos omnes qui



O Mensch steh still betrach ie mich


Gedenck an meine Schmerzen Die ich Gelitten hab für Dich nimb diese wohl zu Herzen


AD HONOREM DIE



LeonardDVS RVZL  Barb:lein



EraV  GeOISIVS SchraVt


Sen  waren Stiffter



IM Jahr



1730



Jahr der Stiftung: 1730





Nr. 28 Gedenkstein 1200  Jahre Aschfeld





Gedenkstein Nr. 28   1200  Jahre Aschfeld



Name:     Gedenkstein 1200 Jahre Aschfeld


Standort:  Westlich vom Friedhof



Aufbau und Beschaffenheit:  Monolith mit Inschrift



Darstellung:   keine



Inschrift:                     „ 1200 JAHRE ASCHFELD



300 JAHRE WEIHE DER PFARRKIRCHE


1981


ES IST GUT GOTT ZU PREISEN –


UND SEINEN NAMEN ZU  VER-


HERRLICHEN. ( TOB.12.6 ) “



Jahr der Stiftung: 1981



Anmerkung:                   Zur Erinnerung an dieses Doppeljubiläum






Nr. 29 Frankenapostel-Gedenkstein




Gedenkstein Nr. 29   Frankenapostel-Gedenkstein



Name:  Frankenapostel-Gedenkstein



Standort: Am Treppenaufgang vom Lehrerwohnhaus zur Schule, knapp unterhalb vom älteren Gebäudeteil der Schule



Aufbau und Beschaffenheit: Monolith mit Inschrift.



Material: Muschelkalk


Darstellung: Bischofsstab und Inschrift


Inschrift:


1300 JAHRE


KILIAN * KOLONAT * TOTNAN


689 – 1989


FRANKENLAND -


   GLAUBENSLAND



Jahr der Stiftung: Juli 1989


Durch Heimatverein „Frohsinn“ anlässlich des 90-jährigen Stiftungsfestes.








Nr. 30  Maria-Hilf-Kapelle




Gedenkstein Nr. 30   Maria-Hilf-Kapelle



Name:  Maria-Hilf-Kapelle



Standort: Am westlichen Ortseingang, an der Einmündung des Kerztales.



Aufbau und Beschaffenheit: Katholische Kapelle Maria Hilf, seit 1931 Gefallenen-Gedächtniskapelle, kleiner Satteldachbau mit profilierter Rundbogenöffnung



Darstellung: In ihr befindet sich ein kleiner Barockaltar mit einer Kopie des Marienbildes von Lucas von Cranach ( Innsbruck ).


  


Jahr der Stiftung: Die Kapelle wurde 1741 erbaut.



 Bemerkung: An der Stelle der heutigen Kapelle soll früher eine Holzkapelle gestanden haben, die mit der nachstehenden Sage verbunden ist. Im Jahre 1931 befand sich die Kapelle in einem äußerst bedenklichen Zustand. Um sie zu retten beschloss man die Kapelle in  eine Kriegergedächtnisstätte umzuwandeln. Im Jahre 1975 wurde unter Bürgermeister Herbert Schneider die Kapelle renoviert und erhielt das heutige Aussehen. Die beiden großen Linden, die bis 1983 die Kapelle säumten, sollen aus der Zeit von 1635 stammen, die kleinere wurde 1847 gepflanzt.


Im Fundament der Kapelle wurde bei Renovierungsarbeiten ein Sandsteinkreuz freigelegt. Da es aus anderem Material als die benachbarten Steinkreuze besteht, ist anzunehmen, dass kein direkter Zusammenhang besteht. Vielleicht stand es bereits an dieser Stelle, bevor die erste Holzkapelle errichtet wurde, oder es wurde zusätzlich vom Stifter der Kapelle errichtet. Eventuell besteht  auch ein Zusammenhang mit dem Kreuz und der früheren Bezeichnung des Kerztales. Alte Aufzeichnungen nennen hier nämlich noch das Kreuztal.


In der Vergangenheit bestand in Aschfeld eine Maria-Hilf-Kapellenstiftung. Das Kapital der Stiftung konnte von den Ortsbürgern im Notfall geliehen werden. Wer den fälligen Zins nicht bezahlen konnte, hatte die Möglichkeit, ihn in Form von Naturalien zurückzuerstatten.


Der Volksmund erzählt: Vor langer Zeit befand sich rund um Aschfeld ein ausgedehntes Waldgebiet. So reichte zu dieser Zeit eine große Waldfläche vom Ummenloch bis hin zur Gössenheimer Straße. Das Holz stand so dicht, dass auch ein ortskundiger Wanderer Gefahr lief, sich zu verirren. Eines Tages geschah dies einem Wanderer. Stundenlang, ja bereits den ganzen Tag, irrte er im dichten Wald umher. Die Umgebung gab ihm keine Orientierungspunkte, so dass er bereits mehrmals an der selben Stelle vorüber gekommen war. Erschöpft und verzweifelt ließ er sich auf einem Stein nieder, um ein wenig auszuruhen. In seiner Verzweiflung wand er sich betend zu Gott: „Wenn ich jemals aus diesen schrecklichen Wald finde, lasse ich eine Kapelle errichten.“


Schleppenden Schrittes machte er sich erneut auf den Weg. Kaum eine Viertel Stunde war vergangen, als er meinte, das leise Klingen einer Glocke zu hören. Er folgte dem Klang und erreichte bei Aschfeld den Waldrand.


Er löste sein Gelöbnis ein und ließ am westlichen Ortsrand eine Holzkapelle errichten.